gridradar.net - Monitoring des europäischen Stromnetzes

Vorkommnisse im Stromnetz sichtbar gemacht

Das europäische Stromnetz ist ein komplexer Verbund aus vielen Kraftwerken und Verbrauchern, die über ein gemeinsames Netz miteinander in Verbindung stehen. Nicht immer läuft in einem so großen, komplexen Netz immer alles nach Fahrplan und es kommt manchmal zu kleinen oder größeren Störungen. Um mehr über diese Vorgänge im Stromnetz herauszufinden und auch die Stabilität des Stromnetzes zu überwachen, wurde von uns das Projekt gridradar.net ns Leben gerufen. Hier zeigen wir Ihnen einen kleinen Ausschnitt aus den von uns gemessenen Werten.

Grundsätzlich machen wir uns die Physik zunutze und die Tatsache daß auf dem europäischen Kontinent die Nennfrequenz des Stromnetzes 50 Hz beträgt. Wir haben mehr als 20 Meßgeräte über Europa verteilt um einen tieferen Einblick zu bekommen. Da Erzeugung und Verbrauch von elektrischem Strom sich zu jedem Zeitpunkt die Waage halten müssen, ist die Netzfrequenz ein guter Indikator für den Zustand des Stromnetzes.
Denn Erzeugung und Verbrauch, also die von Kraftwerken gelieferte Leistung und von Konsumenten verbrauchter Strom, müssen sich zu jedem Zeitpunkt die Waage halten, sonst kommt es zu Abweichungen der Frequenz. Es gibt einige deterministische Einflüße welche Abweichungen der Frequenz verursachen, wie z.B. der Stromhandel. Ebenso haben nicht-vorhersehbare Ereignisse wie z.B. Kraftwerksausfälle, Störungen bei Großverbrauchen oder Leitungsstörungen auch Auswirkungen auf die Netzfrequenz und somit das Leistungsangebot im Stromnetz.

Mit dem von uns aufgebauten europaweiten Meßnetz können wir Vorkommnisse, Störungen und deren Ausbreitung im Netz erkennen und analysieren. Auch Leistungsflüsse werden so sichtbar gemacht, also wie fließt der Strom zu dem Standort, an dem er in diesem Moment verbraucht wird.

Eine Auswahl von solchen Störungen mit signifikanten Auswirkungen auf die Netzfrequenz haben wir hier für Sie zusammengestellt: